Das Projekt LiG - "Leben im Großsstadtdschungel"

Brennpunktschulen 5. bis 10. Klasse: Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Leben im Großstadtdschungel“ (LiG) führt unsere Umweltpädagogin Cathrin Pempelfort ein mit Ihnen abgestimmtes Programmpaket durch (mit Unterstützung der Stiftung am Grunewald). Die einzelnen Veranstaltungen aus den fünf Modulen Wald, Wasser, Boden, nachhaltiger Konsum und Geocaching können themenabhängig sowohl im Ökowerk als auch in der Schule stattfinden.

„Leben im Großstadtdschungel“ möchte insbesondere sozial benachteiligte Schüler*innen der Klassenstufen 5 bis 10 ansprechen.

Der Projektfokus liegt auf dem Aufzeigen nachhaltiger Lebensperspektiven. Durch die Verbindung von der Vermittlung vielfältigen Umweltwissens mit direkten Naturerfahrungen im Rahmen einer kontinuierlichen Teilnahme wird den Schüler*innen die Möglichkeit gegeben, eine positive Beziehung zur Natur aufzubauen und diese wertschätzen zu lernen. Gemeinsam lassen sich individuelle Handlungsmöglichkeiten entwickelnim Hinblick auf Natur- und Umweltschutz.

Methodisch vereint „Leben im Großstadtdschungel“ Ansätze der Natur- und Erlebnispädagogik. Durch die Beschäftigung mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten ist es zudem ein Projekt im Sinneeiner Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Jede Klasse durchläuft während ihrer Projektteilnahme insgesamt 5 Module: Wald, Wasser, Boden, nachhaltiger Konsum und Geocaching. Pro Modul nimmt die Klasse an mindestens einer Veranstaltung teil. Die Themenvielfalt innerhalb eines Moduls ist oftmals sehr groß. Daher können auf Wunsch auch mehrere Termine in einem Modul vereinbart werden.

Der Umfang einer Veranstaltung beträgt in der Regel 4 Unterrichtsstunden. Termine und thematische Schwerpunkte werden individuell mit den Klassen vereinbart. Die einzelnen Veranstaltungen können themenabhängig teils im Ökowerk, teils auch in der Schule stattfinden.

Die 5 Module

Wald

Die Schüler*innen erkunden den Wald und beschäftigen sich eingehend mit seinen wichtigen Funktionen und ökosystemaren Fragen. Forschende, sinnliche, kooperative Aktionen ermöglichen ein intensives, direktes Naturerleben. Thematisch können praktische Tätigkeiten wie Schnitzen, der Bau von Insektenhotels oder andere Arbeiten mit Holz eingebaut werden.

Wasser

Hier werden beispielsweise der Wasserkreislauf und verschiedene Gewässertypen näher beleuchtet. Eigenschaften des Elements Wasser und insbesondere im und am Wasser lebende Tiere und Pflanzen können die Schüler*innen unmittelbar erforschen. Der Frage nach unserem Wasserverbrauch und seinen Folgen wird ebenfalls auf den Grund gegangen. Ergänzend ist die interaktive Ausstellung WASSERLEBEN im Ökowerk einen Besuch wert.

Boden

Die Schüler*innen beschäftigen sich mit dem Boden und dessen Eigenschaften. Zudem wird das Leben im Boden erforscht, wobei hier gegebenenfalls vorhan-dene Berührungsängste in Bezug auf „Krabbeltiere“ abgebaut werden können. Denkbar ist auch der Bau eines Regenwurmkastens, der spannende Einblicke in das Leben und Wirken des Regenwurms bietet. Gefährdungen wie Versiegelung, Verdichtung oder Erosion werden besprochen und die Schüler*innen erfahren, welch kostbares Schutzgut Böden sind. Böden bieten überdies zahlreiche Möglichkeiten für kreative Aktionen und Sinneserfahrungen.

Nachhaltiger Konsum

Heutige Konsummuster stehen häufig einer nachhaltigen Entwicklung entgegen. Gemeinsam überlegen die Schüler*innen, welche Optionen es im Hinblick auf nachhaltiges Konsumverhalten gibt. Als Einstiegsthema bietet sich das Alltagsgut Papier an. Sie erfahren, mit welchen erheblichen globalen ökologischen und sozialen Konsequenzen der enorme Konsum dieses scheinbar unerschöpflichen Materials verbunden ist. Daneben ist Papier auch ein klassisches Beispiel für den Kreislaufgedanken, was ebenfalls beleuchtet wird. Hierbei ist es möglich, praktisch und kreativ tätig zu werden: beim Papierschöpfen. Weitere Themen im Hinblick auf einen nachhaltigen Konsum können ebenfalls nach Wunsch behandelt werden.

Geocaching

Geocaching ist eine Art moderne Schatzsuche und Schnitzeljagd per GPS. Die Verstecke (Caches) können mittels eines GPS-Empfängers anhand geografischer Koordinaten gefunden werden. Bei dem Bluecache „Schatz am Teufelssee“ lernen die Schüler*innen das Wasser aus verschiedenen Blickwinkeln der Nachhaltigkeit kennen. Dabei erschließen sie sich das Gebiet rund um den Teufelssee und dessen Moor. An jedem Cache sind Aufgaben auf kooperative Weise zu lösen. Am Endziel ist ein kleiner „Schatz“ versteckt.