Publikationen Dr. Andreas Meißner
Dissertation
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(Coleoptera: Staphylinidae, Carabidae)
Freilandökologische und experimentelle Untersuchung einer Niedermoorzönose Dissertationsschrift TU-Berlin 1998 Druckkostenbeitrag 18,- Euro Vertrieb: Dr. Andreas Meißner |
| Inhalt | |
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Die Arbeit befaßt sich mit den Präferenzen von Carabiden
und Staphyliniden für spezifische Raumstrukturen sowohl im
Freiland als auch im Labor in Strukturorgelversuchen. Schwerpunkt
bildet dabei die Untersuchung einer Zönose eines Rispenseggenrieds.
Die Strukturpräferenzen werden in Beziehung gesetzt zur Tarsenmorphologie
und Klettertechnik der Käfer. Weiterhin werden Definitionen
für verschiedene Hierachieebenen der Raumstruktur sowie neue
Methoden für die Erfassung der Raumstrukturen im Freiland vorgestellt. |
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| Kurze Zusammenfassung einiger Ergebnisse | |
Die Raumstruktur gehört zusammen mit anderen biotischen und abiotischen Faktoren für Staphyliniden und Carabiden zu den wichtigsten Umweltparametern und hat wesentlichen Einfluß auf die Habitatwahl und kleinräumige Verteilung der Arten. Präferenzen von epigäischen Raubarthropoden (Staphylinidae, Carabidae) für bestimmte Raumstrukturen ihres Habitats können sowohl im Freiland wie im Laborversuch belegt werden. Es lassen sich Strukturgeneralisten und -spezialisten unterscheiden. Die Präferenzen für Raumstrukturen sind jeweils arttypisch. |
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| 1. Freilanduntersuchung in der Nuthe-Nieplitz-Niederung (Brandenburg) | |
In einer dreijährigen Freilanduntersuchung wurden verschiedene Standorte eines Verlandungsmoores mit angrenzendem Grünland in Brandenburg (Nuthe-Nieplitz-Niederung) untersucht. Kleinräumige Unterschiede zwischen den Untersuchungsstandorten finden sich, bedingt durch wechselnde Phytozönosen, vor allem bei den Raumstrukturen. Quantitative und qualitative Aspekte der Mikrostrukturen wurden mit einer Strukturmeßröhre erfaßt. Der Mikrostrukturkomplex Carex paniculata-Bult kann in vier verschiedene Zonen (Merotope) unterteilt werden: die Blatt- und Halmschicht, die äußere Streuschicht, die innere Streuschicht sowie den Bultenkern. Durch Fallenfänge (Bodenphotoeklektoren, Barberfallen, Mini-Barberfallen) und Bultenaustreibungen wurden zwischen April 1993 und Oktober 1995 3.594 Staphyliniden aus 152 Arten und 1.625 Carabiden aus 53 Arten gefangen. Bei den Fallenfängen ergeben sich die größten Unterschiede zwischen der arten- und individuenarmen Schlenkenregionen und der reichhaltig strukturierten, arten- und individuenreichen Bultenregion. Die Bultenregion weist eine eigenständige von allen angrenzenden Lebensräumen abgrenzbare Zönose auf. Als Charakterarten dieser Choriozönose können Schistoglossa pseudogemina und S. drusilloides und als Begleitarten Eucnecosum brachypterum, Sepedophilus marshami, S. pedicularius, Stenus bimaculatus, Tachyporus pulchellus u.a. benannt werden. Hinzu kommen die charakteristischen Arten der Halmzone wie Demetrias monostigma, Philorhizus sigma und Hygronoma dimidiata. Für einige Arten der Choriozönose der Bulten lassen sich Präferenzen für bestimmte Zonen und Strukturen der Bulten feststellen. Ein jahreszeitlicher Wechsel der Strukturpräferenzen läßt sich bei einem Teil der Arten der Bultenzönose nachweisen. |
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| 2. Strukturpräferenzen im Laborversuch | |
In drei Typen von Strukturorgeln (mit senkrechten, waagerechten und vernetzten Strukturelementen) wurden die Strukturpräferenzen von 10 Staphyliniden- und 3 Carabidenarten untersucht. Bei den untersuchten Arten konnten bei der Wahl der verschiedenen Dichten, Straten und Strukturelemente signifikante Unterschiede festgestellt werden. Im Einklang mit den Ergebnissen der Freilandfänge lassen sich die Käferarten je nach bevorzugter Dichte und Stratum verschiedenen Strukturpräferenztypen zuordnen: A. Vegetationsbewohner B. Epigäische Bodenbewohner C. Endogäische Arten (z.B. Dyschirius globosus, Schistoglossa drusilloides). |
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| 3. Kletterverhalten | |
Die Bewegungsabläufe beim Klettern unterscheiden sich grundlegend zwischen Carabiden und Staphyliniden, aber kaum zwischen den Arten einer Familie. Hingegen zeigen Untersuchungen zur Tarsenmorphologie deutliche Unterschiede in der Tarsenbehaarung der Arten. Hafthaare als besondere morphologische Anpassungen weisen auf eine kletternde Lebensweise hin. |
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